Ralf Kurz

 

Fido

 

Roman / erotische Science Fiction Komödie

 

 

eBook (Kindle Edition)
265 Seiten
AMAZON (2013)
ASIN: B00DEBYBEI

Preis: 2,99 EUR

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Ein Qindie-eBook, ausgezeichnet mit dem "Q" für geprüfte Qualität!

 

 

 

Inhalt

 
       
 

Fido ist ein typischer Nerd. Chronische Geldknappheit veranlasst den Studenten mit den roten Haaren, dem karierten Hemd und der Nerd-Brille, sich als Proband für einen Medikamententest zu melden. Beim Ausfüllen des Aufnahmebogens kommt es zu einem Missverständnis und Fido bekommt statt eines Proteinpräparats ein Mittel gegen Erektionsstörungen. Vom durchschlagenden Erfolg des Wirkstoffs kann sich die betreuende Krankenschwester auch gleich selbst überzeugen. Am nächsten Morgen wird der Student von Außerirdischen entführt. Man bringt ihn nach Psydo, wo er der Königin des vom Untergang bedrohten Planeten als Treibstoff dienen soll. Dass er aufgrund seines Testosteronspiegels ausgewählt wurde, ahnt Fido freilich nicht.

 

 

Auf seiner Reise durch das Universum erlebt Fido höchst unterschiedliche Abenteuer. Er trifft einen gefürchteten Kopfgeldjäger, Traumfrauen an einem Badesee und ziemlich merkwürdige Priesterinnen, die ihm von den beherrschenden Kräften im Universum berichten. Eine Stute, die ihn aus seinem havarierten Raumschiff rettet, weiht Fido schließlich in die höchste Erkenntnis ein, die durch das Yin und Yang Zeichen symbolisiert wird. Am Ende folgt Fido einer Einladung des Hohen Rates, wo er als Vertreter der Menschheit von den anderen Spezies begrüßt wird. Schon während der Vorstellung erfährt Fido, warum es im Universum keine Kriege gibt …

 

 
 

FIDO ist eine satirisch und hinreißend amüsant geschriebene Science Fiction Komödie, die den Sexualtrieb als größte Kraft im bekannten Universum entlarvt. Manch augenzwinkernder Seitenhieb auf die landläufigen Vorstellungen von Sitte und Moral kann dabei ebenso wenig ausbleiben wie permanente Angriffe auf die Lachmuskeln.

 

 
       
  Leseprobe  
       

 

„Vielen Dank, dass Sie sich für LifeDesign entschieden haben“, antwortete die Schöne, nahm ein DIN A4 Blatt und legte es vor Fido auf den Tresen, „tragen Sie bitte Ihre persönlichen Daten ein.“

Sie reichte ihm einen Kugelschreiber mit dem Emblem der Pharmafirma und es bereitete Fido Mühe, sich von ihrem Anblick loszureißen. Als er sich vorbeugte, um das Formular auszufüllen, trat sie einen Schritt zurück. Ihr schwarzer Minirock gestattete einen ungehinderten Blick auf ihre schlanken, wohlgeformten Beine und der Ausschnitt ihrer weißen Bluse war die perfekte Andeutung dessen, was sich darunter verbarg. Der Anblick beschleunigte Fidos Herzschlag und in seiner Phantasie begann die Begehrenswerte bereits, die Knöpfe ihrer Bluse zu öffnen. Das Lächeln der Schönen ging ihm durch Mark und Bein, während seine Knie Zentimeter um Zentimeter nachgaben. Um nicht gänzlich zu Boden zu sinken, hielt sich Fido mit der linken Hand am Tresen und mit der rechten am Kugelschreiber fest. Mit zitternden Fingern trug er Namen, Adresse und Geburtsdatum in das Formular ein.

„Haben Sie schon einmal an einem Medikamententest teilgenommen?“, fragte die Schöne mit einer melodischen und wie Fido schien honigsüßen Stimme.

„Nein“, antwortete er heiser, räusperte sich und schüttelte den Kopf.

„Sind Sie krank?“

„Nein, alles bestens.“

„Wunderbar.“

Sie nahm das Formular entgegen, drehte es um und arbeitete eine Liste von Fragen ab.

„Gibt es in Ihrer Familie Erbkrankheiten?“

„Nein.“

„Leiden Sie an einer Stoffwechselerkrankung?“

„Nein.“

„Leiden Sie an Allergien?“

„Nein.“

 

 

„Wurde bei Ihnen eine Herzerkrankung diagnostiziert?“

„Nein.“

„Wurde bei Ihnen eine psychische Erkrankung diagnostiziert?“

„Nein.“

„Leiden Sie an Potenz- oder Erektionsstörungen?“

Fido schluckte. Sein Herz schlug wie ein Dampfhammer in seiner Brust und er spürte die Auswirkungen des erhöhten Blutflusses, der sich vor allem auf eine einzige Stelle konzentrierte. Es wäre leicht gewesen, die Frage ohne Worte wahrheitsgemäß zu beantworten. Er hätte nur seine Hose öffnen müssen, doch er verscheuchte den Gedanken und nickte stumm.

„Sehr gut“, erwiderte die Schöne und strahlte Fido an, „ausgezeichnet.“

Sie kreuzte die Antwort auf die letzte Frage an und nahm das Formular vom Tresen.

„Der Test beginnt um zwanzig Uhr“, erklärte sie, „finden Sie sich bitte eine halbe Stunde vorher wieder hier ein.“

„Und was passiert dann?“, fragte er, während er gleichzeitig seine davongaloppierende Phantasie im Zaum zu halten versuchte.

„Man wird Ihnen ein Medikament verabreichen. Anschließend werden Sie sich in den Ruheraum begeben, wo ein Bett für Sie bereit steht. Morgen früh um acht Uhr dürfen Sie wieder nach Hause gehen.“

Die Erwähnung des Wortes „Bett“ wirkte wie eine Reitgerte bei einem Rennpferd, doch ein letzter Rest Realitätsbezug überzeugte Fido davon, dass Wunsch und Wirklichkeit zwei unterschiedliche Welten waren, die keinerlei Berührungspunkte aufwiesen. In Gedanken verpasste er seiner Phantasie einen Tritt und der erotische Tagtraum, der ihn zuvor überfallen hatte wie die Daltons die Bank von Silver City, zerplatzte wie eine Seifenblase. Seufzend konzentrierte sich Fido wieder auf sein wirkliches Leben, wo alle schönen und begehrenswerten Frauen das Prädikat „Nur-anschauen-nicht-anfassen“ besaßen.